Muscheln sammeln

Am Strand lief sie stundenlang, die Augen immer nach unten gerichtet.

Jede Muschel, die halbwegs glänzte, wanderte in ihre Taschen. Bald waren sie voll, die Hände schwer, der Rücken krumm.

Sie sammelte und sammelte, doch als sie innehielt, merkte sie, dass die Freude verschwunden war. Sie hatte nur noch Last.

Da griff sie in die Taschen, ließ die Muscheln wieder ins Meer rieseln und behielt nur eine einzige, eine kleine silberweiße.

Sie war für den Kaktustopf – da hatte es Sinn.

Mehr dazu: